Entschieden
Fußball-Weltmeisterschaft mit Mehrweg-Bechern
Die Deutsche Umwelthilfe warf Coca Cola vor, das Sportfest zu einer "Müllorgie" machen zu wollen, "mit Millionen in den Stadien und ihrer Umgebung herumliegenden Plastikbechern". Der Vorstoß habe sich auch grundsätzlich gegen ein in den meisten Bundesliga-Stadien inzwischen etabliertes umweltfreundliches System von bis zu hundertmal wiederverwendbaren Mehrweg-Trinkbechern gerichtet.
Der DUH-Bundesgeschäftsführer hatte an Franz Beckenbauer als Präsidenten des Organisationskomitees FIFA WM 2006 appelliert, den Forderungen von Coca Cola eine klare Abfuhr zu erteilen und sich zu den am 31. März 2004 von ihm persönlich mit vorgestellten Umwelt-Grundsätzen der "Green Goals" zu bekennen. Darin heißt es: "Abfälle gilt es primär weitestgehend zu vermeiden und zu vermindern."
Mit ihrer Kritik an den Wünschen von Coca-Cola war die Deutsche Umwelthilfe nicht allein. So hatte der Direktor des Uno-Umweltprogramms Klaus Töpfer vergangene Woche in einem Telefonat mit dem DFB für den Fall einer Entscheidung gegen Mehrweg damit gedroht, nicht mehr als "Green Goal"-Botschafter zur Verfügung zu stehen. Auch der scheidende Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hatte DFB und Fifa gewarnt, sich von der "Green Goal"-Kampagne zu distanzieren und mit Wegwerfbechern ein "falsches Signal" für die Abfallwirtschaft auszusenden, berichtet "Der Spiegel".
"Bereits zur Weltausstellung EXPO 2000 hat Coca Cola versucht, sein Einweg-Konzept durchzusetzen", kritisiert Umwelthilfe-Geschäftsführer Resch den Limonaden-Konzern. Doch auch damals konnte sich ein Mehrwegbecher-Konzept durchsetzen. In der Folge habe sich dieses bei 25 Millionen Weltausstellungsbesuchern bewährte Mehrwegbechersystem in praktisch allen deutschen Fußballstadien als Standard durchgesetzt, so Resch.
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