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Freispruch im Prozess um Anschlagsplanung auf US-Militäreinrichtung

"La Belle"-Anschlag

Im Prozess um die Planung eines Anschlags auf amerikanische Militäreinrichtungen 1986 in West-Berlin hat das Landgericht Berlin am Montag einen 50-jährigen Mann vom Vorwurf der Verabredung zum mehrfachen Mord freigesprochen. Dem Urteil zufolge waren die Aussagen des aus dem Libanon stammenden Angeklagten nicht zu widerlegen, wonach er auf Grund von "Gewissensbissen" von dem geplanten Mordanschlag zurückgetreten war.

Der Angeklagte, der 1982 mit seiner Familie nach Berlin kam, hatte nach eigenen Angaben Kontakt zu den bereits verurteilten "La Belle"-Attentätern Yasser Chraidi, Musbah Eter und Ali Chanaa. Infolge des US-Luftwaffenangriffs am 25. März 1986 auf Libyen war unter Beteiligung des Angeklagten ein Attentat auf einen von "amerikanischen Soldaten besetzten Bus oder ganz allgemein auf eine amerikanische Militäreinrichtung" diskutiert worden, hieß es in seiner Erklärung.

Im November 2001 hatte das Landgericht Berlin den Libyer Musbah Eter, die Palästinenser Yasser Chraidi und Ali Chanaa sowie dessen deutsche Ehefrau Verena zu Freiheitsstrafen von 12 bis 14 Jahren verurteilt. Zugleich hatte das Gericht eine erhebliche Mitverantwortung des libyschen Staates am "La Belle"-Anschlag festgestellt.

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