Spezialisten

Behörde wirft Arbeitgebern "Jugendkult" vor

Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat die Personalpolitik deutscher Unternehmen scharf kritisiert. IAB-Chefin Jutta Allmendinger sagte der "Berliner Zeitung": "Viele Personalverantwortliche treiben einen gewissen Jugendkult." Es gebe derzeit genug junge Akademiker und Lehrstellenbewerber. Viele Betriebe glaubten deshalb, auf die Erfahrung von älteren Arbeitnehmern über 50 verzichten zu können.

"Noch mag das gut gehen. Aber mit Blick auf den absehbaren Fachkräftemangel ist diese Entwicklung fatal", sagte Allmendinger. Sie ergänzte: "Spätestens in zehn Jahren werden in Deutschland an allen Ecken und Enden Spezialisten fehlen."

Das IAB ist der wissenschaftliche Arm der Bundesagentur für Arbeit. Die Nürnberger Behörde bemüht sich seit geraumer Zeit, die Job-Chancen älterer Beschäftigter und Arbeitsloser zu erhöhen.

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