Castor-Transport

Mahnwachen zum Gedenken an getöteten Atomkraftgegner

Bundesweit haben am Montagabend Atomkraftgegner des vor einem Jahr bei einem Atommüll-Transport tödlich verunglückten Sébastien Briat gedacht. Sie machten zudem auf den nächsten, in einigen Tagen erwarteten Atommüll-Transport nach Gorleben aufmerksam.

Briat gehörte zu einer Gruppe französischer AtomkraftgegnerInnen, die am 7. November 2004 den Castor-Zug stoppen und mit einer Ankett-Aktion an der Weiterfahrt hindern wollten, um so auf die Gefahren der Atomenergie aufmerksam zu machen. Weil der Atommüll-Zug jedoch ohne Sicherungsmaßnahmen gegen Blockaden oder Anschläge mit rund 100 Stundenkilometern fuhr, konnte der Atomkraftgegner nicht mehr rechtzeitig von den Gleisen fliehen und wurde vom Luftwirbel unter den Zug gezogen und getötet.

In Karlsruhe, Mannheim, Bietigheim und Ulm sowie weiteren deutschen Städten fanden nach Veranstalter-Angaben Mahnwachen statt. In Mannheim betonte ein Redner, Briat sei kein Märtyrer. "Er war sich der Risiken bewusst und versuchte, sie durch gründliche Vorbereitung so gering wie möglich zu halten. Dies ist trotz aller Vorsicht schief gegangen."

Der nächste Atommüll-Transport aus dem französischen La Hague nach Gorleben wird am 20. November gegen 12 Uhr an der deutsch-französischen Grenze erwartet.

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