"Wir brauchen kein FBI"

Länder wehren sich gegen zusätzliche Befugnisse für das BKA

Mehrere Bundesländer wehren sich gegen die von Union und SPD geplanten zusätzlichen Befugnisse für das Bundeskriminalamt (BKA). Die Wiesbadener Polizeibehörde soll demnach auch zur Gefahrenabwehr einschreiten können, also bevor es zu einer Straftat kommt. Diese Aufgabe müsse Ländersache bleiben, sagte Hamburgs Innensenator Udo Nagel dem "Spiegel". Der Bund habe noch "kein einziges praktisches Beispiel" genannt, "das eine Verlagerung von Kompetenzen rechtfertigt".

Auch Nagels nordrhein-westfälischer Kollege Ingo Wolf lehnt das Projekt ab. "Wir brauchen kein FBI", sagte er. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hält ebenfalls mehr Befugnisse nur in seltenen Ausnahmen für hinnehmbar. "Wenn die Pläne weitergehen, werden wir erheblichen Widerstand leisten", kündigte er dem Blatt zufolge an.

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