Flugzeugabsturz

Atomkraft-Gegner hoffen auf Gerichtsentscheidung gegen Zwischenlager

Die Kläger im anstehenden Prozess gegen die Zwischenlagerung von Atommüll an drei bayerischen Kraftwerksstandorten erhoffen sich eine "richtungsweisende Entscheidung für Bayern und ganz Deutschland" vom Verwaltungsgericht. Der Sprecher des Forums "Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik", Raimund Kamm, sagte in München: "Von besonderer Bedeutung ist der Prozess deshalb, weil es überhaupt das erste Gerichtsverfahren in Deutschland über drei der insgesamt zwölf deutschen Zwischenlager ist." Konkret geht es um die Atomanlagen in Gundremmingen, Grafenrheinfeld und Ohu bei Landshut.

Der Widerstand der Bürger gegen die Zwischenlager ist mit 165.000 Einwendungen nach Ansicht Kamms deshalb so groß, weil sich in Bayern 5 der insgesamt 17 deutschen Atomanlagen befinden. Besonders brisant findet Kamm die Tatsache, dass bisher für hoch radioaktives Material kein Endlager existiert, "weder in Deutschland noch sonst irgendwo auf der Welt".

Von dem bevorstehenden Verfahren erwarten sich die Atomkraft-Gegner, dass das Gericht die Sicherheitsbedingungen der Anlagen als unzureichend beurteilt. Laut Kamm bieten die Hallen der Zwischenlager "keinen Schutz gegen Flugzeugabstürze oder terroristische Angriffe". Die mündliche Verhandlung dauert zunächst bis zum Donnerstag.

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