Irak
Archäologin Susanne Osthoff von Geiselnehmern freigelassen
Im Namen der gesamten Bundesregierung wolle er all jenen Dank sagen, die zu dem glücklichen Ende der Entführung beigetragen hätten, so Steinmeier weiter. Er erinnerte zugleich an all jene Menschen, die sich noch in der Gewalt von irakischen Geiselnehmern befinden. Die Bundesregierung und deutschen Sicherheitsbehörden hatten sich intensiv um die Freilassung der Archäologin bemüht.
Im Auswärtigen Amt war ein Krisenstab eingerichtet worden. Neben vielen anderen hatte auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland zur Freilassung der deutschen Geisel aufgerufen. Nach dessen Darstellung haben die Entführer während Osthoffs Geiselhaft gewechselt. "Wir wissen, dass die Entführer anfangs eine kriminelle Gruppe waren, die nur auf Lösegeld aus war", sagte der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Nadeem Elyas. Die erste Gruppe habe Osthoff an eine "islamisch orientierte Gruppe 'verkauft'", die dann festgestellt habe, dass Osthoff nichts mit Spionage zu tun habe. Deshalb habe diese Gruppe kein Interesse an der Geisel gehabt.
Nach Darstellung der Münchner "Abendzeitung" hat die Bundesregierung kein Lösegeld in sonst üblicher Höhe gezahlt. Stattdessen sei eine "Aufwandsentschädigung" entrichtet worden, berichtete das Blatt. Für einen Teil der Summe sei ein Freund der Familie aufgekommen.
Dennoch könnten auf Osthoff noch Forderungen der Bundesregierung zukommen. Ein Außenamtssprecher sagte, man werde "irgendwann" - wie in solchen Fällen üblich - prüfen, ob Osthoff für die Kosten ihrer Rettung aufkommen müsse. Derzeit sei dies jedoch noch kein Thema.
Das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk Action medeor, für die Osthoff Medikamente in den Irak brachte, bezeichnete die Freilassung als das "schönste Weihnachtsgeschenk zum 4. Advent, das wir uns vorstellen konnten".
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Am 19. Dez. 2005 unter:
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