Kirchenaustritte

Rund 700 katholische Kirchen sollen bis 2015 geschlossen werden

Die Katholische Kirche in Deutschland möchte in den nächsten zehn Jahren rund 700 Gotteshäuser schließen. Bis zum Jahr 2015 sollen etwa knapp drei Prozent der rund 24.500 katholischen Kirchen nicht mehr für Gottesdienste genutzt werden, teilte die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn am Dienstag mit. Als Gründe gelten unter anderem sinkende Besucherzahlen und Kirchenaustritte.

Gegenwärtig würden bereits knapp 300 Kirchengebäude nicht für die Feier der Liturgie genutzt. Das habe eine Umfrage vom Deutschen Liturgischen Institut im Auftrag der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz im Februar 2005 in den deutschen Bistümern nun ergeben. Danach wurde zwischen 1990 und 2004 in etwa 1,7 Prozent der Kirchengebäude die liturgische Nutzung beendet.

Der größte Teil davon (rund 1,3 Prozent) blieb im Eigentum der Kirche und wird anderweitig genutzt. Der Rest sei verkauft oder abgerissen worden.

An der Umfrage beteiligten sich den Angaben zufolge 23 der 27 deutschen Bistümer. Kirchenneubauten seien nicht erfasst worden.

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