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Ostseeautobahn A 20 fertiggestellt

1,86 Milliarden

Das bedeutendste "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit" ist fertiggestellt: Die neue Ostseeautobahn misst 323,2 Kilometer. Sie ist Bestandteil des transeuropäischen Straßennetzes und verbindet nunmehr Lübeck und Stettin (Szecin). Bundeskanzlerin Angela Merkel drückze als Bewohnerin von Mecklenburg-Vorpommern ihre Freude darüber aus, das Projekt einweihen zu können. Es sei eine "Schlagader für mehr wirtschaftliche Kraft" und "eine Lebensader des Nordens". Der Bau und der Grunderwerb der Autobahn haben nach Angaben der Bundesregierung insgesamt 1,86 Milliarden Euro gekostet.

Die Autobahn ist in kürzerer Zeit realisiert worden, als man das in Deutschland gewohnt ist, sagte Merkel. Sie wies daraufhin, dass die gesetzliche Grundlage für eine schnellere Umsetzung von Vorhaben der Verkehrsinfrastruktur, die in den ostdeutschen Bundesländern bereits gilt, von der Bundesregierung auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet wird. Diese Beschleunigungsgesetzgebung war von Umweltschützern immer wieder kritisiert worden.

Die A 20 verbindet die alten und neuen Länder sowie West- und Osteuropa. Sie besitzt damit europaweite Bedeutung. Nach Überzeugung der Bundesregierung bindet sie Ostseehäfen und Ostseebäder optimal an die Wirtschaftszentren und Hauptabsatzmärkte in Ost und West an. Sie steigere die Attraktivität der norddeutschen Küstenländer für den Fremdenverkehr.

Die überregionale Straßenerschließung im Nordosten Deutschlands sei - bedingt durch die deutsche Teilung - über Jahrzehnte in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet gewesen. Seit Vollendung der Deutschen Einheit 1990 habe sich das Fehlen einer leistungsfähigen Verbindungsstraße entlang der Küste und in den entlegeneren Regionen Vorpommerns, der Insel Rügen und der Uckermark als erheblicher Nachteil für die weitere Entwicklung erwiesen. Nun werde die Ostseeautobahn eine wichtige Verbindung zwischen den alten und den neuen Ländern, aber auch zwischen West- und Osteuropa herstellen.

"Grundsätzlich" sei der Neubau der A 20 "von einem Großteil der Bevölkerung" ausdrücklich begrüßt worden, schreibt die Bundesregierung. Allerding habe es auch Ablehnung, zum Beispiel durch einzelne Umweltverbände oder aufgrund besonderer persönlicher Betroffenheiten gegeben. Bei rechtlichen Auseinandersetzungen vor dem Bundesverwaltungsgericht sei aber in allen Verfahren dem Vorhabensträger Recht zugesprochen worden, "nicht zuletzt aufgrund der sorgfältigen Planung und Abwägung sowie der qualitativ hochwertigen Planunterlagen", meint die Regierung.

Einer Verkehrsprognose zufolge sei der Abschnitt Lübeck - Rostock im Jahr 2010 täglich mit 45.000 Rostock .000 Fahrzeugen belastet. Östlich von Rostock würde Rostock einigen Streckenabschnitten 20.000 bis 35.000 Fahrzeuge sein. Zwischen Lübeck und Rostock seien in den Hauptreisezeiten derzeit bereits etwa 30.000 Kraftfahrzeuge täglich zu verzeichnen. Die Autobahn werde in diesem durchgängig fertiggestellten Abschnitt "bereits nach kurzer Zeit hervorragend angenommen".

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