Arbeitslosigkeit Zeichen von Wohlstand
Soziologen fordern bedingungsloses Grundeinkommen für alle
Die gegenwärtige politische Auseinandersetzung um "Arbeitsumverteilung durch Arbeitszeitverkürzung" einerseits und "Schaffung eines Niedriglohnsektors" andererseits lasse sich mit einem Grundeinkommen überwinden. Der Reichtum des Landes gehe auf alle Bürger zurück, heißt es im Vorschlag der Initiative, weswegen auch alle Bürger davon profitieren sollten.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Staatsbürger - auch für Kinder - macht nach Ansicht von Liebermann alle gegenwärtigen Transfersysteme überflüssig. "Wir bedürften keiner Arbeitslosen- und keiner Rentenversicherung mehr. Bafög-Zahlungen wären ebenso überflüssig wie Kindergeld." Da jedes ihrer Mitglieder ein Grundeinkommen erhielte, wären Familien besser abgesichert als heute, so der Soziologe.
Die Sozialadministration, die den alten Systemen diene, könne abgebaut werden. Nicht das Schaffen von Arbeitsplätzen werde angestrebt, sondern radikale Automatisierung, wo immer möglich und vernünftig. Arbeitslosigkeit gäbe es nicht mehr, denn ein jeder Bürger wäre abgesichert und könne frei Initiativen entfalten.
Damit verschwänden, so Liebermann, stigmatisierende Folgen gegenwärtiger Transferleistungen: Denn das Grundeinkommen wäre ein Bürgereinkommen und keine Versorgung für den Notfall. Weder müsse ein Anspruch erworben, noch Erwerbsarbeit angestrebt werden. Sie wäre nur eine Möglichkeit unter anderen, zum Wohl des Gemeinwesens beizutragen.
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Am 11. Jan. 2006 unter:
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