"Sozial ungerecht"

Elternverbände kritisieren Kabinettsbeschluss zur Kinderbetreuung

Die Elternverbände haben den Kabinettsbeschluss zur steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuung als sozial ungerecht kritisiert. "Arme Familien, die gar keine Steuern zahlen, werden benachteiligt, wenn die einzige Förderung der Kinderbetreuung in der Möglichkeit besteht, die Kosten von der Steuer abzusetzen", sagte der Vorsitzende des Bundeselternrates, Wilfried Steinert, der "Berliner Zeitung". Dringender als die Erhöhung der Mittel sei ein Umsteuern bei ihrer Verwendung.

Steinert forderte, Geld statt Steuerfreistellungen für die Finanzierung von kostenlosen Kindergärten, Lernmitteln und Schulspeisungen zu verwenden.

Der Chef des Deutschen Elternvereins, Ulrich Klieges, sagte dem Blatt, gerade bei der Kinderbetreuung müsste den Ärmsten der Gesellschaft besonders geholfen werden.

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