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Vorerst kein Ärzte-Streik in kommunalen Krankenhäusern

Geregelte Arbeitszeiten

Der für Anfang Februar geplante Ärztestreik in den kommunalen Krankenhäusern ist vorerst abgesagt. Die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) hat doch noch Verhandlungen mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund aufgenommen, teilte die Ärztevereinigung am Donnerstag in Berlin mit. Der Vorsitzende des Marburger Bundes begrüßte die Entscheidung. Die Kommunen hätten die richtige Entscheidung gefällt im Sinne der Ärzte, die nicht länger bereit seien, miserable Arbeitsbedingungen, überlange Arbeitszeiten und zu geringe Vergütung zu ertragen, sagte Frank Ulrich Montgomery.

In die anstehenden Tarifverhandlungen gehe der Marburger Bund mit den Forderungen nach geregelten Arbeitszeiten und einer deutlichen Erhöhung der Vergütung. Montgomery sagte: "Ziel ist, den Arbeitsplatz Krankenhaus wieder so attraktiv zu gestalten, damit die Ärzteflucht ins Ausland, wo mehr verdient und weniger gearbeitet wird, eingedämmt werden kann."

Ein für den 13. Dezember 2005 bundesweit geplanter Ärzte-Streik war vom Marburger Bund kurzfristig abgesagt worden. Grund war ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln, demzufolge Friedenspflicht bestand, da die Ärztegewerkschaft den Tarifvertrag nicht gekündigt hatte.

Hauptziel des Marburger Bundes ist ein eigenständiger Ärzte-Tarifvertrag für Mediziner auch an kommunalen Krankenhäusern. Abgelehnt wird der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, da er Einkommensverluste von 25 Prozent mit sich bringe.

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