"Einseitig zusammengesetzt"

Scheer erwartet von Davos kein Umdenken in der Energiepolitik

Nach Ansicht des SPD-Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer ist von dem Weltwirtschaftsforum in Davos kein Umdenken in der Energiepolitik zu erwarten. "Es geht um die Grundlage des Wirtschaftens der Zukunft, und davon ist bei allen bisherigen Wirtschaftsforen nicht die Rede gewesen", sagte Scheer am Donnerstag im Deutschlandfunk. Das Publikum in Davos sei zu einseitig zusammengesetzt, um diese Probleme anzusprechen, sagte der Träger des Alternativen Nobelpreises.

"Man operiert in Davos auf der Basis der heutigen Ressourcenwirtschaft, obwohl sie uns unter den Händen zerbröselt", sagte Hermann Scheer. In Deutschland dagegen werde die Entwicklung der alternativen Energien weitergehen. Das sehe zumindest das Verhandlungsergebnis der großen Koalition vor. "Damit sind wir internationaler Vorreiter und ich hätte mir gewünscht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel dieses in ihrer Eröffnungsrede in Davos stärker betont hätte", sagte der SPD-Politiker.

Das Weltwirtschaftsforum wurde am Mittwochabend eröffnet und dauert noch bis 29. Januar. Unter den rund 2340 Teilnehmern aus 89 Staaten befinden sich nach Angaben der Veranstalter 15 Staats- und Regierungschefs.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!