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Die Entführungsversicherung als diskretes Angebot für Manager

"Lösegeldversicherung"

Die Verschleppung der Familie Chrobog im Jemen und der Archäologin Susanne Osthoff im Irak rücken ein Randprodukt der Versicherungsbranche in den Mittelpunkt des Interesses: Die Entführungsversicherung. Mit Informationen hierüber sind die Versicherer allerdings zurückhaltend. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kann nicht mit Zahlen über diese Sparte dienen. Dieser Markt sei "sehr geheim, sehr diskret", sagte eine Sprecherin. Wenn bekannt würde, dass bestimmte Manager eine Abschluss einer Versicherung abgeschlossen hätten, könnte dies die Entführungsgefahr erhöhen, gab sie zu bedenken.

Beim Allianz-Konzern nutzen Firmen seit 1998 die so genannte "Lösegeldversicherung", wenn Manager eine Absicherung für Aufenthalte in unsicheren Ländern suchen. Das Produkt sei "nicht von der Stange" und an strenge Vorgaben geknüpft, sagte Sprecher Klaus Schmidtke.

Dazu zählten etwa absolute Verschwiegenheit sowie die Pflicht, im Schadenfall die Ermittlungsbehörden einzuschalten. Die Kosten für die Police seien vom Einzelfall abhängig. Obligatorisch erhielten die versicherten Personen eine Krisenmanagementberatung, damit einer Entführung möglichst vorgebeugt werde.

Die Bundesregierung erwägt wegen der wiederholten Fälle von Kidnapping deutscher Staatsbürger angeblich die Einführung einer Entführungsversicherung. Das berichtete die "Thüringer Allgemeine" unter Berufung auf Regierungskreise. Problematisch seien aber die hohen Policen. In einigen Ländern sei das Risiko, entführt zu werden, derart hoch, dass die Policen für Reisende ähnlich teuer wie ein Kleinwagen sein müssten, um sich für die Versicherungen zu rentieren, schrieb die Zeitung.

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