Sinkende Lohnnebenkosten
Krankschreibungs-Zeiten weiter zurückgegangen
Das Bundesgesundheitsministerium sprach von einem "historischen Tiefstand". 2005 sei der Krankenstand auf 3,3 Prozent gesunken, pro Kalendertag seien nur noch gut 907.000 Pflichtmitglieder der Krankenkassen krankgeschrieben gewesen. Im Dezember waren in Deutschland rund 27,6 Millionen Menschen pflichtversichert.
Der niedrige Krankenstand führe zu einer deutlichen Entlastung der Arbeitgeber durch sinkende Lohnnebenkosten, betonte das Ministerium. Nach dessen Schätzungen habe der Rückgang des Krankenstandes bereits 2004 die Kosten der Lohnfortzahlung um eine Milliarde Euro vermindert. Auf geringerem Niveau habe sich dieser Trend 2005 fortgesetzt. Zudem seien die Aufwendungen der Krankenkassen für Krankengeld in den ersten drei Quartalen um 358 Millionen Euro (7,4 Prozent) gesunken.
Die Beschäftigten sind vor allem öfter für kürzere Zeit krank, ermittelte der BKK Bundesverband. Die Zahl der Kurzzeiterkrankungen bis zu drei Tagen nahm seit 2000 um vier Prozent auf 36 Prozent zu. Leicht gestiegen auf 43 Prozent ist zudem seit 2003 die Zahl der Beschäftigten, die sich im gesamten Jahr überhaupt nicht krank gemeldet haben.
Die meisten Ausfallzeiten verursachten 2005 langwierige Erkrankungen über sechs Wochen. Mit durchschnittlich 32 Tagen (Erhebung von 2004) werden bei Tumorerkrankungen besonders lange Krankenzeiten verursacht. Psychische Störungen schlugen mit 29 Tagen zu Buche. Sie sind überhaupt die einzige Krankheitsart mit steigendem Krankenstand.
Der BKK Bundesverband mit seinen 6,97 Millionen Sozialversicherten erfasst nach eigenen Angaben die gesundheitlichen Befunde jedes vierten Beschäftigten in Deutschland.
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Am 03. Jan. 2006 unter:
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