"Belogen und getäuscht"

Osthoffs Mutter will gegen BKA und Stoiber vorgehen

Ingrid Hala, die Mutter der im Dezember im Irak entführten Deutschen Susanne Osthoff, will angeblich mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen das Bundeskriminalamt (BKA) vorgehen, das bei der Befreiung ihrer Tochter mitgewirkt hatte. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. "Wir fühlen uns vom Bundeskriminalamt belogen und getäuscht", sagte Hala dem Blatt. "So sollte unser Enkelkind Tarfa an Weihnachten zu unserer Tochter in ein arabisches Land gebracht werden. Aber in Wahrheit ist Tarfa nie dort gewesen, sondern in Bayern geblieben." Hala sagte, sie habe nach wie vor keinen Kontakt zu ihrer Tochter.

Über die Behandlung ihres Sohnes Robert Osthoff wolle sie sich bei Bayerns Ministerpräsidenten Edmund Stoiber beschweren, sagte Hala weiter. Robert Osthoff hatte bei einem Fernseh-Interview plötzlich ein Taschenmesser mit Blutspuren gezückt und war daraufhin vorübergehend in ein Krankenhaus eingewiesen worden. Hala sagte dazu: "Robert wurde wie ein Verbrecher von der Polizei abgeführt, ins Bezirkskrankenhaus gebracht. Das war nicht nötig. Er ist nur mal kurz ausgerastet wegen der Sorge um seine Schwester."

Das Vorgehen sei Rufschädigung und eine Schlammschlacht gegen ihre Familie. "Wir fühlen uns verfolgt", klagte Hala. Sie und ihr Mann überlegten nun, auszuwandern.

Osthoff war im November im Irak entführt und etwa drei Wochen später wieder freigelassen worden.

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