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Protest gegen Gentechnik-Mais in Brandenburg

Aktions-Mittel gentechfreier Mais

Mit einem riesigen Maiskolben haben Gentechnikgegner am Dienstag auf einem Feld bei Strausberg (Brandenburg) gegen den Anbau von Genmais demonstriert. Auf dem Feld beim Strausberger Ortsteil Ruhlsdorf ist nach Angaben des Aktionsbündnisses gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg der Anbau von Genmais geplant. Der Eigentümer habe vier Felder mit insgesamt 20 Hektar Fläche ins Standortregister eintragen lassen. Die Felder liegen den Angaben zufolge im Naturpark "Märkische Schweiz", in einem europäischen Vogelschutzgebiet und in unmittelbarer Nähe zu einem Naturschutzgebiet und den Feldern eines Ökobauern.

Mit dieser Aktion habe das Bündnis die Menschen der Umgebung auf den geplanten Anbau von Genmais hingewiesen, sagte Thomas Janoschka, Sprecher des Aktionsbündnisses. "Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, wo der Genmais wachsen soll." Detailgenaue Karten sollen nach Janoschkas Worten in der nächsten Woche auf der Internetseite des Barnimer Aktionsbündnisses gegen Gentechnik veröffentlicht werden, um Beschränkungen beim Zugang zum Standortregister zu umgehen.

In unmittelbarer Nähe zu geplanten Genmaisfeldern wollen Umweltschützer dieses Jahr gentechnikfreien Mais der Sorte "Golden Bantam" säen - bundesweit an 100.000 Orten. Die Aussaat soll eine Demonstration für gentechnikfreie Landwirtschaft, Saatguterzeugung und Kulturpflanzenvielfalt sein - und sollte es zu Auskreuzungen des Genmaises kommen, müssen die Bauern, die den Gentechnik-Mais angebaut haben, Schadensersatz zahlen.

Im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) waren nach Angaben des Aktionsbündnisses bis Ende Januar etwa 860 Hektar an 39 verschiedenen Brandenburger Standorten angemeldet. Brandenburg nähme somit wie im vergangenen Jahr "die traurige Spitzenreiterrolle" im bundesweiten Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ein.

Das Aktionsbündnis für gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg (aglbb) setzt sich für den Erhalt der gentechnikfreien Landwirtschaft ein. Im Aktionsbündnis haben sich über 40 Organisationen und Unternehmen zusammengeschlossen. Es unterstützt Bäuerinnen und Bauern bei der Gründung gentechnikfreier Regionen.

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