Druck-Chemikalien im Saft
Verbraucherzentrale empfiehlt Verzicht auf Getränkekartons
ITX wird zum Bedrucken von Verpackungen verwendet. In die Getränke gelangen kann die Chemikalie beispielsweise, wenn zwischen der Außen- und Innenseite eine Schutzschicht wie Aluminiumfolie fehlt.
Große Getränkekartonhersteller versichern nach Angaben der Verbraucherschützer, seit Jahreswechsel beim Bedrucken kein ITX mehr zu verwenden. Allerdings habe es keine der Öffentlichkeit bekannte Rückholaktion zuvor produzierter Kartons gegeben. Noch in dieser Woche wurden nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe in sieben weiteren Proben Kontaminationen bis zu 211 Mikrogramm je Kilogramm gefunden.
Anlässlich ITX-belasteter italienischer Babymilch habe sich das Bundesinstitut für Risikobewertung bereits im vergangenen November mit gesundheitlichen Gefahren durch die Druckchemikalie beschäftigt. In den seinerzeit festgestellten Mengen (bei Kinderkakao 165 Mikrogramm ITX/kg, in Olivenöl 108 Mikrogramm ITX/kg) sah das Institut keine gesundheitliche Gefährdung. Diese Einschätzung bezog sich allerdings ausschließlich auf erbgutverändernde Eigenschaften. Für eine abschließende gesundheitliche Bewertung reichten dem Institut die vorliegenden Daten nicht aus.
Bis zu einer endgültigen Bewertung durch das Bundesinstitut empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW daher besorgten Verbrauchern, auf Getränke in anderen Verpackungsmaterialien wie Glas oder PET auszuweichen. In Mineralwasser in Kunststoff-Flaschen haben Wissenschaftler allerdings kürzlich erhebliche Belastungen mit Antimon festgestellt, die sie auf das Verpackungsmaterial zurückführen.
Die Verbraucherzentrale forderte die Hersteller von Karton-Getränkeverpackungen auf, ihre Produktion so umzustellen, dass Lebensmittel-Verunreinigungen durch ITX ausgeschlossen sind. Zudem sollten die Verpackungsfabrikanten gewährleisten, dass bereits an Getränkehersteller und -abfüller ausgelieferte Kartons mit potentiellem Risiko durch ITX-freie ersetzt werden. Getränkehersteller und -abfüller sowie der Handel sollten dafür Sorge tragen, dass Kartons mit ITX-Bedruckung nicht mehr in den Verkauf gelangen, so die Verbraucherzentrale.
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Am 01. Feb. 2006 unter:
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« Dioxinverseuchtes Tierfutter offenbar nach Brandenburg verkauft
Schäuble unterzeichnet Rückübernahmeabkommen mit Bulgarien »

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