Föderalismusreform

DIW-Forschungsdirektor befürchtet Abbau von Studienplätzen

DIW-Forschungsdirektor Gert Wagner befürchtet einen Abbau von Studienplätzen bei Umsetzung der Föderalismuspläne im Bildungswesen. Da nicht alle Länder über die notwendigen Ressourcen verfügten, sei der Anreiz groß, "Studienplätze abzubauen und sich den Bedarf an qualifizierten Absolventen aus anderen Bundesländern zu holen", sagte Wagner der "Saarbrücker Zeitung". Insbesondere in den neuen Ländern wollten die Finanzminister die Zahl der Studienplätze verringern, die aus gesamtdeutscher Sicht dringend gebraucht würden.

Wagner forderte, die geplante Föderalismusreform durch Studiengebühren sowie eine bessere Finanzierung des Bildungssystems durch den Staat zu flankieren. Wenn man keine Studiengebühren erheben wolle, sei ein Vorteilsausgleich zwischen Ländern mit überproportional viel Studierenden und solchen mit weniger Studierenden sinnvoll, meint der Wissenschaftler.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!