Siemens/ThyssenKrupp

Stoiber macht mit "BILD" Druck für den Transrapid in Deutschland

Ministerpräsident Edmund Stoiber verdächtigt China im Zusammenhang mit dem Transrapid des Wissensdiebstahls. "Was da in China läuft, riecht schon nach Technologieklau", sagte Stoiber der Bild"-Zeitung. Nach der Bekanntgabe des Baus einer eigenen chinesischen Magnetschwebebahn müsse die Technologie nun so schnell wie möglich in Deutschland eingesetzt werden. "Es wäre geradezu ein Witz, wenn im High-Tech-Land Deutschland die Erfindungen gemacht werden und in Fernost die Kohle", meint der CSU-Chef. Der Bau der Münchner Transrapidstrecke vom Hauptbahnhof zum Flughafen müsse auf nächstes Jahr vorgezogen werden - "und nicht erst im Jahr 2010 oder 2012".

Die Magnetschwebebahn Transrapid wurde von einem Konsortium der Konzerne Siemens und ThyssenKrupp entwickelt. Die deutschen Unternehmen haben die weltweit einzige kommerziell genutzte Magnetschwebebahn-Strecke in Shanghai gebaut. Seit vielen Jahren versuchen die Unternehmen, in Deutschland eine Transrapid-Strecken zu bauen. Angesichts der hohen Kosten und der Konkurrenz durch die Hochgeschwindigkeitszüge scheiterte das Vorhaben aber immer wieder an politischen Widerständen. Ein Transrapid-Bau in Bayern wäre für Siemens und ThyssenKrupp vermutlich ein gutes Geschäft.

Stoiber regte ein Spitzengespräch zwischen Bundesregierung, Deutscher Bahn, Transrapid-Konsortium und dem Freistaat Bayern an. Die Magnetbahn könne aus dem 25 Milliarden Euro schweren Innovationstopf der Bundesregierung bezahlt werden, so Stoiber. Für Bayern sage er eine Mitfinanzierung zu.

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