"Kredit-Scoring"
Prüfung der Kreditwürdigkeit von Verbrauchern soll gegen Rechtsnormen verstoßen
Kredit-Scoring ist ein mathematisch-statistisches Verfahren zur Einschätzung der Kreditwürdigkeit von Verbrauchern. Das Ergebnis wird in einer Kennzahl (Score) ausgedrückt. Auf der Grundlage personenbezogener Daten von vergleichbaren Kreditnehmern wird mit diesen Verfahren die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern prognostiziert.
Kreditinstitute nutzen das Kredit-Scoring "zur Optimierung ihres Privatkundengeschäftes", schreibt das Verbraucherschutzministerium. Scoring diene den Banken zunehmend als Entscheidungshilfe, zu welchem Zinssatz (bonitätsabhängig) einem Verbraucher ein Kreditangebot gemacht wird. Darüber hinaus fände es auch in zahlreichen anderen Wirtschaftsbereichen Verwendung und "ermögliche" zum Beispiel die Warenlieferung auf Rechnung.
"Vielfach" werde Scoring wegen der mangelhaften Transparenz der Verfahren kritisiert. So würden weder die zugrunde gelegten Daten noch ihre Gewichtungen bekannt gegeben. Befürchtet würden zudem Diskriminierungen zum Beispiel aufgrund von Rasse, Geschlecht, Alter oder auch Wohnumfeld. "Beklagt wird, dass Verbraucher mangels Kenntnis keine Möglichkeit auf Löschung, Berichtigung oder Schadensersatz, insbesondere bei fehlerhaften Ergebnissen, hätten", schreibt das Verbraucherministerium.
Die Studie nehme eine umfassende Bestandsaufnahme des Kredit-Scoring in Deutschland vor. Diese werde ergänzt durch eine Darstellung der am Markt führenden Scoring-Unternehmen, der Aufsichtspraxis der Datenschutzbehörden und einen Überblick über die Situation in den USA.
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Am 27. Feb. 2006 unter:
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