Hungerstreik
Amnesty beklagt Selbstmordversuche im US-Gefangenenlager Guantánamo
"Die Hungerstreikenden auf Guantánamo fordern nichts anderes, als nach rechtsstaatlichen Verfahren angeklagt oder freigelassen zu werden", sagte Sumit Bhattacharyya, USA-Experte der Menschenrechtsorganisation. Zudem forderten sie, dass Mitarbeiter von Menschenrechtsorganisationen sie besuchen könnten. Viele betroffene Familien wüssten zwar, dass ihre Angehörigen von den USA festgehalten würden, sie hätten jedoch praktisch keine Nachrichten aus Guantánamo erhalten. Andere wüssten nicht einmal, wo ihre Angehörigen festgehalten werden und ob sie noch am Leben seien.
"Geheime Haft bedeutet gleich doppelt eine schwere Misshandlung: Sie misshandelt den Gefangenen, und sie misshandelt seine Angehörigen, die in quälender Ungewissheit leben müssen, oft ohne den Ernährer der Familie, oft stigmatisiert. Viele der Ex-Gefangenen werden auf Jahre hinaus an den körperlichen und psychischen Folgen ihres Aufenthalts in Guantánamo leiden", sagte Bhattacharyya.
Amnesty international fordert von der US-Regierung, eine Liste aller in Guantánamo oder anderswo Inhaftierten zu veröffentlichen sowie alle Guantánamo-Häftlinge anzuklagen oder freizulassen. Guantánamo solle geschlossen werden. Zudem fordert die Organisation "alle anderen US-Haftzentren" für unabhängige Untersuchungen zugänglich zu machen. Alle Vorwürfe bezüglich Folter und Misshandlungen von Gefangenen unter US-Aufsicht sollten untersucht werden.
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Am 06. Feb. 2006 unter:
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Friedensbewegung will "das nächste Völkerverbrechen verhindern" »

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