Tauwetter

Abbrüche an Rügens Kreideküste

Das Tauwetter der vergangenen Tage führte an Rügens Kreideküste erneut zu massiven Abbrüchen. Am vergangenen Wochenende seien in der Nähe von Sassnitz mehrere hundert Kubikmeter Kreidegeröll aus dem Kliff gebrochen, teilte das Nationalparkamt Vorpommern am Dienstag mit. Darüber hinaus gebe es eine Vielzahl kleinerer Erdrutsche.

Das Nationalparkamt warnte Spaziergänger eindringlich vor dem Betreten der Steilküste und des vorgelagerten Strandes. Während der Frostperiode sei das Wasser in der Kreide gefroren und habe dabei zu gefährlichen Rissen in der Wand geführt. Mit dem Einsetzen des Tauwetters drohten die tonnenschweren Gesteinsmassen abzubrechen.

Vor fast einem Jahr sei auf diese Weise an der Kreideküste ein beträchtlicher Teil der so genannten Wissower Klinken abgebrochen. Damals seien rund 50.000 Tonnen Kreide in die Tiefe gestürzt. Kurz darauf sei an der Steilküste bei Göhren eine 27-jährige Berlinerin von herabstürzenden Lehm- und Sandmassen erschlagen worden.

Vier Wochen später war es den Angaben zufolge bei Lohme zu einem großflächigen Erdrutsch gekommen. Seitdem drohe ein inzwischen gesperrtes Diakonieheim auf den 20 Meter tiefer liegenden Strand abzustürzen.

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