Europäische Werte

Junge Union betrachtet Gewaltfreiheit als Teil der "europäischen Leitkultur"

Die Junge Union (JU) fordert als Konsequenz aus den gewalttätigen Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen eine verstärkte Debatte über europäische Werte. Der JU-Bundesvorsitzende Philipp Mißfelder sagte am Donnerstag in Berlin: "Kritik, Diskussion und Gewaltfreiheit sind Teil einer europäischen Leitkultur."

Die Junge Union unterstütze daher die Forderung von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), den Geltungsanspruch dieser Leitkultur in Europa auch in der Integrationspolitik zu bekräftigten. Notwendig sei ein verstärkter Dialog mit der islamischen Welt, auch mit den Muslimen in Deutschland, um die "Grundwerte unserer Demokratie" zu vermitteln.

Bei allem Verständnis für die religiösen Gefühle aller Glaubensrichtungen rechtfertigten die Verletzung solcher Gefühle keine Gewalt, sagte Mißfelder. Auch Christen müssten seit Jahren hinnehmen, "dass christliche Symbole im Fernsehen und in Zeitungen negativ dargestellt und verunglimpft werden". Mißfelder verwies auf die Pressefreiheit und die Möglichkeit, gegebenenfalls vor Gericht ziehen zu können.

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