Europa
WWF warnt vor Winterstürmen wegen Klimawandel
Besonders gravierend dürfte sich den Angaben zufolge die prognostizierte Zunahme der Windgeschwindigkeiten von bis zu 16 Prozent auswirken. "Mit der Windgeschwindigkeit steigt zugleich die Zerstörungskraft der Orkane." Schon ein geringfügiger Anstieg der Spitzengeschwindigkeiten könne zu einer Vervielfachung der Schäden führen. "Stürme wie "Lothar", der 1999 in Baden-Württemberg eine Spur der Verwüstung hinterließ, liefern nach Auffassung des WWF "einen Vorgeschmack auf das was uns erwartet, wenn wir beim Klimaschutz scheitern".
Mit einem so genannten "WWF Szenario" wird in der Studie ein gegenüber heute etwa doppelt so hoher Kohlenstoffgehalt in der Atmosphäre (771ppm) unterstellt. Dieser Anstieg beruht "auf der Annnahme, das weiter so gewirtschaftet wird wie bisher". Dann sei bis zum Ende des Jahrhunderts mit einem Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur von drei bis vier Grad zu rechnen. "Wir müssen mehr tun, damit dieses Schreckensszenario nicht eintritt", meint Matthias Kopp vom WWF. Noch bestehe die Chance, die Auswirkungen des Klimawandels durch eine konsequente Politik zu mildern.
Für Deutschland sei "insbesondere" der Umstieg auf saubere Energien "im Stromsektor" entscheidend, schreibt der Verband. In der "Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels" sieht der WWF "eine Schlüsselrolle". "Wir brauchen stärkere Anreize für die Industrie, in klimafreundliche Brennstoffe und Technologien zu investieren. Zudem müssen ehrgeizigere Ziele Kohlendioxid zu verringern gesetzt werden", fordert Kopp. Er plädiert für "das Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche": Umweltverträgliche Techniken müssten belohnt und Kohlendioxid-Schleudern zur Kasse gebeten werden.
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Am 02. Mär. 2006 unter:
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