"Besser vermitteln"

Designierter UN-Umweltchef fordert Maßnahmen zum Artenschutz

Der designierte Direktor des UNO-Umweltprogramms, Achim Steiner, fordert Maßnahmen zum Artenschutz. Bei der laufenden UNO-Konferenz in Brasilien müssten konkrete Maßnahmen beschlossen, werden, wie die von der "Staatengemeinschaft" vereinbarten Ziele bis 2010 umgesetzt werden könnten, sagte Steiner der "Berliner Zeitung". Er wünsche sich ein Signal für bessere Kooperation von Nord und Süd.

Zwar habe man beim Artenschutz schon einiges erreicht, sagte Steiner. "Vielen Staaten fehlt aber noch immer ein konkreter Anreiz mehr zu tun", sagte er. Beispielsweise müsse man die Chancen des nachhaltigen Tourismus besser vermitteln.

Den Industrieländern wies Steiner dabei eine historische Verantwortung zu. "Schließlich waren sie es, die im Zuge der Industrialisierung viele Tiere und Pflanzen ausgerottet haben", so Steiner. Heute sei dies nicht anders. Die Konsumgewohnheiten des Nordens zerstörten oft mehr als die eine oder andere Entwicklung im Süden. Auf der roten Liste, die von der Weltnaturschutzorganisation herausgegeben werde, stünden mittlerweile mehr als 15.000 Tiere und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht seien.

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