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E.ON baut neues Kohle-Großkraftwerk in den Niederlanden

46 Prozent Wirkungsgrad

Der deutsche Stromriese E.ON baut für 1,2 Milliarden Euro ein neues Kohle-Großkraftwerk im niederländischen Maasvlakte in der Nähe von Rotterdam. Dort betreibt E.ON bereits ein 1.100 Megawatt-Kohlekraftwerk, das derzeit modernisiert wird. Das neue Kraftwerk soll laut Unternehmensangaben ebenfalls eine installierte Leistung von 1.100 Megawatt haben. Damit könne rund sieben Prozent des niederländischen Strombedarfs gedeckt werden. Das fossile Großkraftwerk soll laut E.ON einen Wirkungsgrad von 46 Prozent erreichen. Umweltschützer kritisieren derartige Großkraftwerke und plädieren statt dessen für Energiesparinvestitionen und für Ersatzinvestitionen in erneuerbare Energien oder zumindest für den Bau kleiner Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Bei diesen werde der fossile Brennstoff je nach Brennstoff und Technologie mit einem Wirkungsgrad von mehr als 85 bis über 90 Prozent ausgenutzt und entsprechend wenig Kohlendioxid emittiert.

Maasvlakte liege verkehrsgünstig am Tiefwasserhafen von Rotterdam. Für E.ON ist das einer der besten Standorte für ein Kohlekraftwerk in Europa. In dem neuen Kraftwerk komme die "umweltfreundliche Technik der Kohlenstaubbefeuerung zum Einsatz". Diese steigere den Wirkungsgrad um vier Prozent auf rund 46 Prozent, was vom Energieriesen als "Spitzenwert für Kohlekraftwerke" bezeichnet wird.

"Der niederländische Markt entwickelt sich sehr dynamisch", so der E.ON-Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat. E.ON leiste daher "mit diesem hochmodernen neuen Kraftwerk" einen wichtigen Beitrag für die Stromversorgung des Landes. "Darüber hinaus tragen wir mit unserem Kraftwerks-Know-how zur Reduzierung der Umweltbelastungen bei."

Im vergangenen Jahr hatte sich E.ON mit dem Kauf des niederländischen Stromverteilungsunternehmens NRE Energie erstmals den Zugang zu Endkunden in den Niederlanden erschlossen.

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