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Zeitarbeitsunternehmen wollen Mindestlohn von sechs bis sieben Euro

Wegen Billigkonkurrenz

Die Zeitarbeitsbranche setzt sich für einen niedrigen, nicht-gesetzlichen Mindestlohn ein, um Lohndumping zu unterbinden und die Firmen vor Billigkonkurrenz aus Mittel- und Osteuropa zu schützen. "Realistisch ist ein Stundenlohn zwischen sechs und sieben Euro. Das ist nötig, um auch Menschen mit einfachen Helfertätigkeiten eine Perspektive bieten zu können", sagte der Bundesvorsitzende des Interessenverbands deutscher Zeitarbeitsunternehmen, Volker Homburg, der "Berliner Zeitung".

Homburg nannte es eine "gefährliche Entwicklung", dass viele Firmen niedrigere Einstiegsgehälter als die im Tarifvertrag festgelegten sieben Euro pro Stunde zahlten. "Das ist ein Problem, weil es uns gerade gelungen ist, die Zeitarbeit in Deutschland zu etablieren", betonte er. "Wenn wir jetzt in der Öffentlichkeit als billiger Jakob darstehen, schadet das unserem Ruf."

Einen gesetzlichen Mindestlohn lehnt der Verband allerdings ab. "Eine bundesweite, gesetzliche Regelung würde die Tarifparteien entmachten. Das wollen wir verhindern", so Homburg. Deshalb sei man sich mit den Gewerkschaften grundsätzlich einig, dass das Entsendegesetz auch in der Zeitarbeitsbranche zum Tragen kommen sollte - ähnlich wie in der Bauwirtschaft.

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