Erneuerbare Energien

Deutsche Solarzellenproduktion soll 2005 um 66 Prozent gewachsen sein

Das rasante Wachstum der deutschen Solarindustrie setzt sich nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) fort. Im Jahr 2005 seien in Deutschlands Solarfabriken 66 Prozent mehr Solarzellen produziert worden als 2004. Zugleich sei es gelungen, den Export von Solarzellen im gleichen Zeitraum von 30 auf 34 Prozent zu steigern. Der Umsatz der gesamten Photovoltaikbranche in Deutschland sei 2005 auf über drei Milliarden Euro gewachsen. Derzeit gebe es in Deutschland mehr als 5.000 Solarunternehmen, in denen über 30.000 Menschen beschäftigt seien.

"Nach dieser ausgezeichneten Bilanz erwarten wir auch in diesem Jahr zweistellige Zuwachsraten", sagte Carsten Körnig Bundesverbandes Solarwirtschaft. "Wachstumsschübe erhoffen wir uns insbesondere durch verstärkten Export." Wichtiger Grund für die anhaltende Marktdynamik sei das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das Betreibern von Solarstromanlagen attraktive Einspeisevergütungen garantiere.

Die Fortsetzung des Gesetzes sei im Koalitionsvertrag verankert und verschaffe der Branche die notwendige Investitionssicherheit für die Errichtung modernster Fertigungsstätten und Entwicklungslabore. Immer mehr Länder folgten inzwischen dem deutschen Vorbild und öffneten ebenfalls ihre Märkte für die Solarstromtechnik.

Körnig: Deutschland weltweit Spitze bei neuen Anlagen

Der Blick auf den weltweiten Markt zeige, dass Deutschland bei den Neuinstallationen im Bereich Photovoltaik an der Spitze stehe, gefolgt von Japan und den USA. Auch bei der Zahl der bereits installierten Anlagen belege Deutschland mit knapp 200.000 Solarstrom-Kraftwerken und einer installierten Leistung von 1.400 Megawatt (MWp) eine Spitzenposition. Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft gingen allein im Jahr 2005 in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von über 600 Megawatt ans Netz. In Japan waren es den Angaben zufolge 280 Megawatt und in den USA 90 Megawatt neu installierte Leistung.

Der Boom der deutschen Solarwirtschaft werde sich in den nächsten Jahren fortsetzen und noch beschleunigen. Der Wirtschaftsverband prognostiziert der deutschen Solarindustrie für das Jahr 2020 einen Umsatz von über 20 Milliarden Euro. Das Exportgeschäft deutscher Solarfirmen trage dazu einen wesentlichen Teil bei. "Die Solarenergie bietet einen Zukunftsmarkt mit ausgezeichneten Exportchancen. Für das Jahr 2020 rechnen wir im Bereich Photovoltaik mit einer durchschnittlichen Exportrate von 70 Prozent", so Körnig.

Der Bundesverband Solarwirtschaft ist zu Beginn des Jahres aus einer Fusion der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) und dem Bundesverband Solarindustrie (BSi) hervorgegangen. Er vertritt die Interessen der führenden 600 Solarunternehmen in Deutschland.

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