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Ärztegewerkschaft erhöht mit Klage Druck auf Arbeitgeber

Arbeitsgericht Köln

Die Tarifauseinandersetzung zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) geht in eine neue Runde. Die Ärztegewerkschaft hat gegen die Arbeitgeber Verbandsklage beim Arbeitsgericht Köln eingereicht. Hintergrund sei die von der VKA angewiesene Überführung von Mitgliedern des Marburger Bundes in den neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Die Ärztegewerkschaft, die rund 100.000 Mitglieder hat, bezeichnete diese Praxis als rechtswidrig, da sie den TVöD nicht unterzeichnet habe. Der Marburger Bund und die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände führen seit März Tarifverhandlungen für die an den 700 kommunalen Krankenhäusern beschäftigten 70.000 Ärzte.

"Der TVöD ist im höchsten Maße ärztefeindlich", sagte der Vorsitzende des Marburger Bundes, Frank Ulrich Montgomery. Insbesondere junge Ärzte würden zu den Verlierern des neuen Tarifvertrages gehören. So werde ein verheirateter 29jähriger Arzt gegenüber altem Bundes-Angestelltentarifvertrag (BAT) bereits im ersten Arbeitsjahr rund 5.000 Euro an Gehalt einbüßen. Nach zehn Jahren summiere sich der Verlust auf 31.000 Euro, nach 20 Jahren auf 68.000 Euro. Je älter der Arzt beim Berufseinstieg, desto höher seien die Einkommensverluste.

Der Marburger Bund habe deshalb diesen Tarifvertrag nicht unterzeichnet und seine Mitglieder aufgefordert, den Arbeitgebern die Forderung einer Weiterführung nach BAT schriftlich mitzuteilen. Etliche Ärzte würden jedoch trotz Mitgliedschaft beim Marburger Bund "zwangsweise" in den TVöD überführt. "Mit unserer Verbandsklage werden wir der Arbeitgeberwillkür einen Riegel vorschieben", so Montgomery.

Bei den laufenden Tarifverhandlungen will der Marburger Bund mit der Verbandsklage mehr Druck auf die Arbeitgeber ausüben. Bei den bisherigen Verhandlungsrunden habe die VKA nicht den Ansatz guten Willens zum Abschluss eines für beide Seiten akzeptablen Tarifvertrages gezeigt.

Kommt es durch den Arbeitgeber zu einer Kündigung, suchen sie sich einen guten Fachanwalt für Abeitsrecht

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