BUND und Greenpeace
"EU-Kommission bestätigt Gefahren der Gentechnik"
"Nach EU-Recht können die Regierungen der EU-Mitgliedslaender nationale Massnahmen gegen Einfuhr und Anbau von Gen-Saaten verhängen, wenn neue Erkenntnisse über eine mögliche Gefährdung von Mensch und Umwelt vorliegen", sagte Heike Moldenhauer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Dies ist nun der Fall. Deshalb fordern wir Horst Seehofer auf, von dieser Schutzklausel sofort Gebrauch zu machen."
Die Umweltschützer kritisieren, dass Landwirtschaftsminister Seehofer "gleich zu Beginn seiner Amtszeit" im Dezember 2005 den genmanipulierten Mais des US-Agrarkonzerns Monsanto "zum unbeschränkten Anbau in Deutschland" zugelassen habe.
In einem Bericht habe die EU-Kommission festgestellt, dass die Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen wie dem Gen-Mais MON810 auf Umwelt, Tier und Mensch bisher nur unzureichend untersucht seien. Die Folgen von insektenresistentem Mais für Nichtziel-Insekten und für Bodenlebewesen seien unbekannt, Langzeituntersuchungen an Tieren fehlten. Auch könnten Langzeitschäden an Menschen nicht ausgeschlossen werden. Der Bericht sei bereits im Januar 2005 fertig gestellt worden, würde aber erst jetzt durch BUND und Greenpeace "öffentlich gemacht".
"Die EU-Kommission weiß seit mehr als einem Jahr, dass für die Sicherheit von Gen-Saaten nicht garantiert werden kann", kritisiert Christoph Then. "Statt die Bürger vor möglichen Schaeden zu schützen", habe sie seitdem fünf weitere Gen-Pflanzen zugelassen. "Das ist ein Skandal", so Then, "denn die Kommission ist nach EU-Recht zur Vorsorge verpflichtet". Nach Auffassung der Umweltverbände muss die EU-Kommission nun "alle laufenden Zulassungsverfahren sofort stoppen und erteilte Zulassungen überprüfen lassen."
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 20. Apr. 2006 unter:
nachrichtenStichworte:
« Eckpunkte des geplanten einkommensabhängigen Elterngeldes
Ärztepräsident wirft Ländern Täuschung im Wahlkampf vor »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
