"Höhere Renditen"

DGB fordert Strafe für ungerechtfertigte Entlassungen

Die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Ursula Engelen-Kefer, will künftig die Unternehmen finanziell an den Folgen des Personalabbaus beteiligen. "Das darf nicht weiter den sozialen Sicherungssystemen vor die Tür gekehrt werden", sagte Engelen-Kefer der Chemnitzer "Freien Presse". So sollten im Fall einer unbegründeten Entlassungen eines über 50-Jährigen Beiträge fällig werden, die nach österreichischem Vorbild in einen besonderen Fonds eingezahlt werden. Damit ließen sich Beschäftigungsprogramme für Ältere finanzieren, meint Engelen-Kefer. Somit würde der Finanzausgleich über die Arbeitgeber und nicht weiter über die sozialen Sicherungssysteme vollzogen.

Den Vorwurf der Arbeitgeber, die Gewerkschaften hätten mit der Frühverrentung zur geringen Zahl älterer Beschäftigter beigetragen, wies die DGB-Vize zurück. Der rigorose Abbau der Belegschaften habe keinen anderen Weg als eine frühere Verrentung mehr zugelassen.

Inzwischen gehe es jedoch längst nicht mehr um Unternehmen, die in der Krise seien, sondern um höhere Renditen auf dem Rücken der Arbeitnehmer.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!