"Demographische Entwicklung"

Biedenkopf fordert steuerfinanzierte Grundrente

In der Debatte um die Zukunft des deutschen Rentensystems hat der frühere sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) eine steuerfinanzierte Grundsicherung gefordert. "Die demographische Entwicklung und steigende Lebenserwartung zwingen uns zu einem tiefgreifenden Systemwechsel", sagte Biedenkopf der Bild"-Zeitung. Immer weniger Beitragszahler könnten auf Dauer nicht immer mehr Rentner finanzieren. Deshalb sei "die langfristig einzige Lösung" eine aus Steuern finanzierte, für alle Bürger gleiche Grundsicherung.

Biedenkopf beschrieb sein Rentenmodell mit den Worten: "Jeder Einwohner, der in Deutschland 25 Jahre Steuern bezahlt hat, bekommt sie bei Erreichen der Altersgrenze. Sie beträgt rund 50 Prozent des Pro-Kopf-Volkseinkommens, derzeit rund 850 Euro brutto. Eheleute das Doppelte. Wer früher in Rente geht, bekommt weniger, wer später geht, mehr. Alles andere muss privat oder betrieblich vorgesorgt werden." In etwa 25 Jahren müsse der Systemwechsel vollzogen sein, mahnte Biedenkopf.

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