"Risiko eingehen"

Verheugen will mehr "Unternehmer" in Europa

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Günter Verheugen, wirbt für mehr unternehmerische Initiative in der Europäischen Union. "Europa hat nicht genug Unternehmer", meint der Kommissar. So gebe es in den USA pro 1000 Einwohner doppelt so viele Unternehmer wie in der EU. Dabei seien es die kleinen und mittleren Unternehmen, die in Europa Arbeitsplätze schaffen. Die Marktwirtschaft könne aber nicht ohne Menschen funktionieren, die "bereit sind, etwas zu unternehmen, ein Risiko einzugehen und persönliche Verantwortung zu übernehmen".

Verheugen verwies darauf, dass der jüngste EU-Gipfel ein von ihm vorgeschlagenes Maßnahmenpaket angenommen habe, mit dem unternehmerische Initiative ermutigt werden soll. Notwendig sei etwa, Unternehmensgründungen zu erleichtern und die steuerlichen Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen zu verbessern. Auch sollte sich die staatliche Unternehmensförderung vor allem auf innovative, forschungsintensive Betriebe konzentrieren.

Jetzt komme es darauf an, dass die auf europäischer Ebene vereinbarte Politik auf nationaler Ebene auch durchgesetzt werde, mahnte der EU-Kommissar. Schließlich liege die Zuständigkeit für die überwiegende Zahl der möglichen Maßnahmen bei den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten. "Auch Deutschland wird sein Beschäftigungsproblem nur lösen können, wenn es gelingt, eine neue Dynamik für seine kleinen und mittleren Betriebe in Gang zu setzen".

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