Oberlandesgericht Celle

Sechs Jahre Haft für Anschlag auf britische Kaserne

Wegen mehrfachen versuchten Mordes im Zusammenhang mit einem Sprengstoffanschlag auf eine britische Kaserne ist ein 45-jähriger Ire vom Oberlandesgericht Celle zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das sagte eine Sprecherin des Gerichts am Dienstag. Der ehemalige IRA-Attentäter hatte gestanden, 1989 an einem Anschlag auf eine britische Kaserne in Osnabrück beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Haft gefordert, während die Verteidigung auf maximal drei Jahre plädiert hatte.

Das Schuldeingeständnis hatte der frühere Angehörige der irischen Untergrundorganisation Provisional Irish Republican Army (PIRA) bei Prozessbeginn von seiner Verteidigerin in einer Erklärung verlesen lassen. Ziel des Anschlags war nach Ansicht des Gerichts die Tötung der in der Kaserne untergebrachten britischen Soldaten. Verletzt wurde jedoch niemand. Die Täter waren beim Schärfen der Sprengsätze gestört worden und geflohen. Dennoch explodierte einer der Sprengkörper und richtete einen Schaden von rund 75.000 Euro an.

Der Angeklagte mit britischer und irischer Staatsangehörigkeit war im August vergangenen Jahres in Spanien festgenommen, dort aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden, so dass er nach Irland entkommen konnte. Anfang 2006 hatte er sich freiwillig den deutschen Behörden gestellt.

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