Bundestagsabgeordneter & Anwalt

CDU-Politiker Merz berät offenbar RAG bei Börsengang

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Friedrich Merz berät als Anwalt den Ruhrkohle-Konzern (RAG) bei dessen Börsengang. Nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" trat Merz in der jüngsten Sitzung der eigenen nordrhein-westfälischen CDU-Landesgruppe offiziell als RAG-Anwalt auf. Landesgruppenchef Peter Hintze bestätigte dies. In der Sitzung am Montag hatte RAG-Chef Werner Müller über den geplanten Börsengang des Unternehmens referiert.

Merz erklärte zu Beginn der Sitzung, er sei nicht als Abgeordneter, sondern als Anwalt der RAG erschienen. An internen Beratungen der Landesgruppe zu dem Thema nahm Merz nicht mehr teil. Auch kündigte er an, sich aus etwaigen Entscheidungen des Bundestages über den RAG-Börsengang heraushalten zu wollen.

Die Debatte in der Landesgruppe verlief nach Teilnehmerangaben höchst kontrovers. Insbesondere der wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Laurenz Meyer, habe viele kritische Fragen gestellt. Meyer sagte dem Blatt, "Wir müssen gucken, ob die Risiken eines Börsengangs richtig abgebildet sind." Meyer leitet nach eigenen Angaben innerhalb der Landesgruppe eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema befassen und mit der Landesregierung in Düsseldorf abstimmen will.

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