Dieselautos
BUND fordert bessere Dieselplaketten plus Umweltzonen
"Unter dem Deckmantel föderalistischer Anliegen verfolgt der Bundesrat einzig und allein die Interessen der Autoindustrie", meint Gerhard Timm. Der Geschäftsführer des Umweltverbandes greift die Autoindustrie und Spitzenpolitiker scharf an: "BMW und Mercedes steuern im Hintergrund, die rußenden Motoren heißen Stoiber und Oettinger und am Ende haben die Verbraucher das Nachsehen. Sie erhalten kein klares Signal, dass Dieselautos wirksame Partikelfilter haben müssen und ältere Fahrzeuge mit optimalen Filtersystemen nachzurüsten sind", sagte Timm.
Der Umweltschützer zitiert aus der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung. Dort habe man vereinbart, "mit einer möglichst einfachen Lösung Fahrzeuge so zu kennzeichnen, dass Autos mit geringem Schadstoffausstoß von Verkehrsbeschränkungen ausgenommen werden können und ein Anreiz zum Einsatz von Partikelfiltern gegeben wird". Der Bundesratsplan verstoße nun gegen diese Vereinbarung. Hinzu komme, dass nach EU-Vorgaben spätestens in zwei Jahren eine Euro-5-Plakette für Dieselfahrzeuge eingeführt werden müsse. Dies werde dann zu einem erheblichen zusätzlichen Verwaltungsaufwand führen, vermutet der BUND.
Der Verband sieht in diesem Vorgang eine schwere Niederlage für Umweltminister Sigmar Gabriel, falls "dessen besserer Plakettenvorschlag" im Bundesrat scheitere. Für CDU und CSU sei es ein "umweltpolitischer Offenbarungseid", wenn sich die genannten Bundesländer nicht noch in letzter Minute korrigierten.
"Die Kommunen brauchten endlich Planungssicherheit für die Einrichtung von Umweltzonen", so Timm, "aus denen rußende Dieselautos herausgehalten werden können". Umweltzonen seien "die wirksamste Maßnahme zur Absenkung der Feinstaubbelastungen in den Städten".
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Am 06. Apr. 2006 unter:
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