Bewaffnete "Botschafter Deutschlands"

Soldaten sollen billiger werden

Nach Angaben des Bundeswehrverbandes plant die Bundesregierung, Sonderzahlungen für Soldaten auf 30 Prozent eines Monatsgehalts zusammenzustreichen. Der Verband wehrt sich mit einer Anzeigenkampagne gegen die geplanten Kürzungen. Verbandsvize Ulrich Kirsch begründete die Anzeigen in einem "Handelsblatt"-Interview mit der "Summe der Nadelstiche, die die Soldaten in den vergangenen Jahren erfahren haben". Es werde "permanent an den Stellschrauben der sozialen Grundausstattung gedreht". "Das macht die Soldaten, die inzwischen überall auf der Welt in immer mehr Einsätze geschickt werden, mürbe", so Kirsch.

Der Verband hatte am Dienstag in ganzseitigen Anzeigen auf die besondere Situation der Soldaten hingewiesen, die als "kleine Botschafter Deutschlands" in der Welt fungierten, aber wie normale Beamte bezahlt würden. Der Auslandsverwendungszuschlag ist nach Ansicht des Verbandes kein Ersatz für das niedrige Gehaltsniveau.

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