Kongresse & Laborreihen

Schipanski fordert bessere Kinderbetreuung für junge Akademikerinnen

Um Akademikerinnen Mut zum Kind zu machen, hat die Thüringer Landtagspräsidentin Dagmar Schipanski (CDU) eine "sichere Kinderbetreuung" für junge Mütter in der Wissenschaft gefordert. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Schipanski, junge Akademikerinnen stünden unter einer großen Arbeitsbelastung. Daher benötigten sie Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, die ein normaler Kindergarten nicht bieten könne. So müsse der Nachwuchs auch dann umfassend betreut werden, wenn Kongresse oder aufwändige Laborreihen anstünden.

Schipanski rief die Universitäten und Forschungsinstitute dazu auf, jungen Wissenschaftlerinnen längerfristige Arbeitsverträge von mindestens sechs Jahren zu geben. Nach ihrer Dissertation bekämen sie häufig nur noch Zeitstellen für zwei Jahre, beklagte die Physik-Professorin.

"Diese Unsicherheit ermuntert natürlich nicht dazu, Kinder zu bekommen", sagte Schipanski. "Junge Mütter möchten nicht aus der Wissenschaft rauskommen." Längere Arbeitszeitverträge trügen hingegen dazu bei, "dass sie in Ruhe eine Familie gründen können".

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