11. November 2006

Atomtransporte konkurrieren mit Weltmeisterschaft und Weltwirtschaftsgipfel

Der Termin für den nächsten Atommülltransport ins Zwischenlager Gorleben ist nach Angaben des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann (CDU) noch offen. Er sei darum bemüht, wegen der hohen Arbeitsbelastung für die Polizei einen Verzicht auf einen Castortransport entweder in diesem oder im nächsten Jahr zu erreichen, sagte Schünemann am Montag in Hannover. Der Minister verwies dabei auf die Fußballweltmeisterschaft und den Weltwirtschaftsgipfel im nächsten Jahr, der hohe Anforderungen an die Polizei stelle. Angesichts dessen sei eine Bündelung des Castortransports sinnvoll. Medienberichte unter Berufung auf Polizeiquellen, wonach der nächste Transport am 11. November 2006 rollen soll, bestätigte Schünemann nicht.

Deutschland sei vertraglich verpflichtet, jährlich einen Castortransport aus Frankreich abzunehmen. Ein Transport mit insgesamt 18 Atommüllbehältern wäre aus Sicht Schünemanns "kein Problem". Zuletzt waren im November 2005 zwölf Castoren ins Zwischenlager Gorleben gerollt.

Schünemann zufolge ist das Zeitfenster für einen Castortransport entsprechend der vorliegenden Genehmigung von Herbst bis Frühjahr geöffnet. Er nannte es sinnvoll, dass sich die Polizei für diesen Zeitraum auf einen Castoreinsatz vorbereitet.

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