Werbungskosten

GEW streitet für weitere Steuerbegünstigung häuslicher Arbeitszimmer von Lehrern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, dass häusliche Arbeitszimmer von Lehrern weiterhin bei der Steuer als Werbungskosten anerkannt werden. Die GEW übergab Finanzstaatssekretär Axel Nawarth rund 32.000 Unterschriften von Lehrkräften, die sich gegen eine für 2007 geplante Änderung des Steuergesetzes stark machen. Das häusliche Arbeitszimmer von Lehrerinnen und Lehrern sowie anderen Pädagogen sei "kein Privatvergnügen". Wenn sie die Kosten künftig nicht mehr bei der Steuererklärung geltend machen könnten, sei das das gleiche, "als wenn Arbeitnehmer die Kosten für ihr Büro als geldwerten Vorteil versteuern müssen. Das ist absurd", meint die stellvertretende GEW-Vorsitzende, Marianne Demmer.

Der derzeitige Gesetzentwurf sehe vor, die Kosten nur noch bei Selbstständigen anzuerkennen, bei denen das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit bilde.

Die GEW hält die Pläne der Bundesregierung für verfassungswidrig. Der Arbeitgeber Staat stelle Lehrerinnen und Lehrern kein Arbeitszimmer zur Verfügung. Dabei gehe er davon aus, dass die Lehrkräfte die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts zuhause erledigen. Das dürfe der Staat als Steuergesetzgeber nicht ignorieren.

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