"Perspektivlosigkeit"

Kommunen fordern mehr Geld für Jugendzentren

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) verlangt von Bund und Ländern eine größere finanzielle Unterstützung zum Erhalt von Jugendzentren. Wenn die Kommunen wegen der erdrückenden Finanzlage gezwungen seien, immer mehr Betreuungseinrichtungen für Jugendliche zu schließen, sei das eine kurzsichtige Politik und ein Schritt in die falsche Richtung, sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Chemnitzer "Freien Presse". Die Unternehmen forderte er auf, den Jugendlichen deutlich mehr Ausbildungsplätze als bislang zur Verfügung zu stellen.

Wegen des dramatischen Bevölkerungsrückgangs solle die Wirtschaft sich jetzt gut ausgebildete Beschäftigte sichern, die ihnen sonst schon in wenigen Jahren fehlten, sagte Landsberg. Es sei nicht akzeptabel, dass erneut Zigtausende Jugendliche nach dem Schulabschluss keine Lehre beginnen könnten. Eine wichtige Ursache für die zunehmende Gewaltbereitschaft und die Anfälligkeit für rechtsextremistisches Gedankengut sei die Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher, die keinerlei Chance auf einen Lehrstelle oder Arbeitsplatz sähen.

Zugleich verlangte Landsberg, mehr polizeiliche Präsenz in den Städten und Gemeinden, um gegen mögliche Übergriffe abzuschrecken. Wer hier kürze, spare am falschen Ende und schade dem Ansehen des Landes.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!