Verschmutzungsrechte
BUND wirft Gabriel Privilegierung von Kohlekraftwerken vor
"Diese Kurzsichtigkeit wird uns teuer zu stehen kommen, wenn die Folgen des Klimawandels nicht mehr kontrollierbar sind. Ein Umweltminister, der seinen Job ernst nimmt, darf dies nicht zulassen", so Timm.
Gabriel soll sich nach Auffassung des Umweltverbandes für eine Versteigerung "von zunächst zehn Prozent" der Zertifikate einsetzen. Dies sei nach EU-Recht erlaubt. Mit den Erlösen aus der Versteigerung könnten Stromsparmaßnahmen gefördert werden, die direkt dem Klimaschutz zugute kämen.
Was passiere, wenn die Bundesregierung den Stromerzeugern Emissionszertifikate im Wert von zehn Milliarden Euro pro Jahr schenke, sei im letzten Jahr zu beobachten gewesen. Anstatt die Preise stabil zu halten, hätten die Energiekonzerne ihre Monopolstellung benutzt um mit hohen Strompreisen Sondergewinne in Milliardenhöhe einzufahren. Anstatt diese Gewinne in erneuerbare Energien und "die umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung" zu investieren, gingen die Konzerne damit europaweit "auf Einkaufstour", kritisiert der BUND.
Der Preis für die Emissionszertifikate sei im letzten Jahr auf über 30 Euro je Tonne Kohlendioxid und die Strompreise um durchschnittlich vier Prozent gestiegen. Im Zuge dessen habe sich beispielsweise bei EnBW in 2005 der Jahresgewinn vor Steuern um 42 Prozent auf mehr als eine Milliarde Euro erhöht. Eon wolle die geplante Übernahme des spanischen Energieversorgers Endesa unter anderem mit seinen "Sondergewinnen aus dem Emissionshandel" finanzieren. Der BUND protestiert gegen die erneute Vergabe von "Verschmutzungsrechten" im Wert von 40 Milliarden Euro.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 20. Jun. 2006 unter:
artenschutzStichworte:
« Brandschützer wollen auf klimaschädliches Löschmittel verzichten
Was verdienen die Vorstände der Krankenkassen? »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
