Wissenschaftlicher Dienst

Was verdienen die Vorstände der Krankenkassen?

Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages konnte offenbar nicht ermitteln, was die Vorstände der Krankenkassen verdienen. "Der Wissenschaftliche Dienst stellt fest, dass es keine zusammenfassende Darstellung oder Liste über die Vergütung der Krankenkassen-Vorstände gibt", klagt die stellvertretende Links-Fraktionsvorsitzende, Gesine Lötzsch. Der Bundesanzeiger, der für die Veröffentlichung zuständig wäre, habe eine solche Zusammenstellung angeblich aus Kostengründen bisher unterlassen. "Ich frage mich, wie die Bundesregierung ihrer Kontrollpflicht nachkommen will, wenn sie keinen Überblick hat", so Lötzsch.

"Es gibt Krankenkassenvorstände, die ihre Krankenkasse als Selbstbedienungsladen verstehen", meint die Bundestagsabgeordnete. Es sei aber für die Mitglieder der Krankenkassen "nicht nachvollziehbar, dass sie mit immer höheren Beiträgen und Zuzahlungen zu Kasse gebeten werden und einige Vorstände schamlos ihre Gehälter selbst festlegen", meint Lötzsch.

Es könne nicht sein, dass den Patienten jeder Cent vorgerechnet werde und es der Bundesregierung bei den Vergütungen der Krankenkassenvorstände auf 1000 Euro mehr oder weniger nicht ankomme. Die Bundesregierung müsse ihre Gleichgültigkeit gegenüber dieser Selbstbedienungsmentalität einiger Vorstände endlich aufgeben. "Sie muss die Veröffentlichungspflicht und das Prinzip der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit durchsetzen", fordert die Links-Abgeordnete.

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