"Forschungsprämie"

Staat will für wirtschaftsorientierte Forschung extra zahlen

Bundesforschungsministerin Annette Schavan hatte am Dienstag in Berlin das Startsignal zur Einführung einer "Forschungsprämie" gegeben, die Impulse "für wirtschaftsorientierte Forschung" setzen soll. "Die Forschungsprämie ist ein breitenwirksames Instrument für den Brückenschlag zwischen Forschung und Märkten. Sie soll Hochschulen und Forschungseinrichtungen motivieren, stärker mit Unternehmen zusammen zu arbeiten. Sie ist auch ein wichtiger Schritt innerhalb der Gesamtstrategie zur deutlichen Erhöhung der Investitionen in Forschung und Entwicklung", sagte Schavan beim Bundesverband der Deutschen Industrie. Die finanzielle Prämie soll an Hochschulen und Forschungseinrichtungen gehen, die Forschungsaufträge von kleinen und mittleren Unternehmen übernehmen.

Die Ministerin kündigte an, dass weitere Impuls-Instrumente folgen werden. Die Forschungsprämie werde Bestandteil "der High-Tech-Strategie" sein, die im Juli im Bundeskabinett beraten werde. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung erarbeite eine detaillierte Konzeption für die Forschungsprämie, die ab dem kommenden Jahr ausgezahlt werden solle.

"Die Forschungsprämie ist eine weitere Etappe auf dem Weg, zunächst drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland in Forschung und Entwicklung zu investieren", so Schavan. "Die Bundesregierung hat der Wirtschaft mit dem zusätzlichen Sechs-Milliarden-Euro-Programm und weiteren Anreizen eine Steilvorlage gegeben. Ich erwarte, dass die Wirtschaft nun den Ball aufnimmt und weiter nach vorne spielt."

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