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Forschungsausgaben der öffentlichen Haushalte stiegen massiv an

"Forschungsrechtliche Hürden"

Die Mitgliedsstaaten der EU haben der Max-Planck-Gesellschaft zufolge ihre Ausgaben zur Forschungsförderung in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert. Es scheine fast so, als ob die nationalen Regierungen inzwischen darum wetteiferten, wer die Ausgaben am stärksten aufstockt, sagte der Präsident der Gesellschaft, Peter Gruss, am Rande der Jahresversammlung der Organisation am Donnerstag in Frankfurt am Main. Laut Gruss will Spanien seine Forschungsausgaben jährlich um ein Viertel anheben, Frankreich plant zwischen 2004 und 2010 eine Steigerung um 26 Prozent. In Großbritannien sollen die Ausgaben 2008 doppelt so hoch ausfallen wie 1997. In Deutschland hätten die öffentlichen Haushalte 2004 rund 27 Prozent mehr für Forschung ausgegeben als noch 1994, sagte Gruss.

Auch die EU erhöhe ihre Förderung. So umfasse das Forschungsrahmenprogramm der EU für die Jahre 2007 bis 2013 ein Budget von 50,5 Milliarden Euro. Dies sei fast drei Mal so viel wie das Vorgängerprogramm.

Gruss lobte, die Politik auf nationaler wie auch europäischer Ebene habe erkannt, dass Wissenschaft und Forschung für die Zukunft eines Landes entscheidend seien.

Die Wissenschaft brauche aber nicht nur mehr Geld. Es müssten auch "forschungsrechtliche Hürden" etwa im Bereich der "grünen Gentechnik" abgebaut werden. Als "Hemmnis" bezeichnete Gruss in diesem Zusammenhang auch eine von der Bundesregierung geplante Novelle des Urheberrechts. Die geplante Neufassung orientiere sich zu einseitig an den kommerziellen Interessen der Verlage, sagte Gruss.

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