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Warnung vor Pestizid-Rückständen in Beerenobst
"In diesem Jahr fanden wir bei Johannisbeeren drei Mal mehr Grenzwertüberschreitungen als noch 2005. Die Pestizid-Rückstände können gesundheitsgefährdend sein", meint Manfred Krautter von Greenpeace. "Im Schnitt steckten in jeder Probe drei Pestizide gleichzeitig, das sind bedenkliche Giftcocktails."
Viele der insgesamt 23 nachgewiesenen Pestizide seien Krebs erregend, nervengiftig oder könnten den Hormonhaushalt und die Fortpflanzung beeinträchtigen. "Das vor drei Jahren gestartete Pflanzenschutz-Kontrollprogramm von Bund und Ländern habe "bisher versagt". Die Bundesländer müssten endlich die Lebensmittelkontrollen verbessern und die Überwachung der Obstbauern massiv verschärfen. Die Handelsketten müssten garantieren, nur noch einwandfreie Ware zu verkaufen", fordert Krautter.
Greenpeace-Mitarbeiter hatten für den Test Anfang Juli in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Kassel, Köln, Leipzig und Nürnberg 45 Proben von Kirschen und Strauchbeeren gekauft. Nach Angaben der Organisation stammten sie aus dem Angebot von Aldi, Edeka, Lidl, Metro/Real, REWE/Minimal, Edeka, Tengelmann/Plus sowie aus drei Bio-Märkten. Ein anerkanntes Speziallabor habe die Beeren auf Rückstände von 350 Pestiziden untersucht. "Einwandfrei war in allen Fällen die geprüfte Bio-Ware, in der keine Pestizide nachweisbar waren", so Greenpeace.
"Obwohl nur 53 Prozent der Proben aus Deutschland stammen, entfallen 80 Prozent der Höchstmengenüberschreitungen auf deutsche Ware, vor allem aus Baden-Württemberg. Viele Obstbauern spritzen dort offenbar auch illegale Pestizide. Ein schlechtes Zeugnis für Essen aus Deutschland", kritisiert Krautter. Schon vor einem Jahr habe Greenpeace "illegale Pestizide" in Strauchbeeren aus dem Südwest-Staat gefunden, "worauf Land und der Bauernverband Abhilfemaßnahmen angekündigt hatten".
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Am 17. Jul. 2006 unter:
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