Langzeitarbeitslose

Brauksiepe will Zuverdienste für "Hartz IV"-Empfänger überprüfen

Bei der für den Herbst angekündigten Überprüfung der Arbeitsmarktreform "Hartz IV" sollen nach Ansicht des arbeitsmarktpolitischen Sprechers der Unions-Fraktion, Ralf Brauksiepe (CDU), auch die Hinzuverdienstmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose überprüft werden. "Wir müssen uns mit der Struktur der Hinzuverdienstmöglichkeiten noch einmal beschäftigen", sagte Brauksiepe dem "Berliner "Tagesspiegel". Es sei nicht sinnvoll, wenn es für einen Menschen attraktiver sei, die Leistungen aus "Hartz IV" durch einen Zuverdienst zu ergänzen, als eine reguläre Arbeit anzunehmen.

Wer heute Arbeitslosengeld II beziehe, komme mit einem 400-Euro-Minijob nicht aus dem Transferbezug hinaus, sagte Brauksiepe. "Da müssen wir gründlich nachdenken", sagte er.

Brauksiepe fordert zudem, Kombilöhne auf bestimmte Personenkreise zu konzentrieren. "Wir sollten uns auf die Langzeitarbeitslosen fokussieren, die zusätzliche Vermittlungsprobleme haben", sagte Brauksiepe. So sollten sich nach Vorstellungen der Union die Programme etwa an die älteren Langzeitarbeitslosen richten, die schon besonders lange vergeblich nach einer Arbeit suchen, oder an die Jugendlichen, die besonders schlecht für den Arbeitsmarkt qualifiziert sind. "Angesichts der begrenzten finanziellen Mittel können wir nicht mit der Gießkanne vorgehen", argumentierte Brauksiepe.

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