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Bundesamt für Strahlenschutz bewertet bis Ende 2007 das Risiko des Mobilfunks

Fünf Fachgespräche

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) möchte innerhalb eines Zeitraums von eineinhalb Jahren vorliegende Forschungsergebnisse zum Risiko des Mobilfunks bewerten. Das Deutsche Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) trete damit in eine entscheidende Phase. Von Sommer 2006 bis Ende 2007 sollen die Ergebnisse des größten deutschen Forschungsprogramms zum Mobilfunk zusammengefasst und in Zusammenarbeit mit international renommierten Experten bewertet werden. Mit dem Abschluss des Forschungsprogramms "werden wir einen entscheidenden Beitrag zur Beantwortung noch offener Fragen leisten, ob und welche Auswirkungen der Mobilfunk auf Mensch und Umwelt hat", sagte der Präsident des Bundesamtes, Wolfram König, am Freitag in Salzgitter. Die Ergebnisse von gut 50 seit 2002 durchgeführten Forschungsprojekten würden in fünf themen-spezifischen wissenschaftlichen Fachgesprächen der internationalen Fachöffentlichkeit vorgestellt und mit Vertretern verschiedener nationaler Forschungsprogramme diskutiert. Wesentliches Ziel dieser Fachgespräche sei neben der Diskussion der Studien "die Einordnung der Ergebnisse in das wissenschaftliche Gesamtbild".

Den Auftakt bildet nach Angaben der Bundesbehörde im Juli 2006 ein Fachgespräch zu Forschungsprojekten mit dem Schwerpunkt Dosimetrie, "also Untersuchungen, bei denen die Belastungen durch elektromagnetische Felder quantitativ erfasst wurden". Im Oktober 2006 folge ein Fachgespräch zu den Forschungsprojekten der so genannten Risikokommunikation, bei dem vor allem gesellschaftliche Aspekte erörtert würden.

Ein drittes Fachgespräch im Dezember 2006 werde die Ergebnisse aller Projekte, die sich mit möglichen "akuten" gesundheitlichen Wirkungen des Mobilfunks befassten, vorstellen. Im Jahr 2007 sollen dann noch je ein Fachgespräch zu den biologischen Schwerpunkten "Wirkmechanismen" und "chronische Effekte" stattfinden.

Die Gesamtbewertung der Forschungsprojekte des Forschungsprogramms soll Ende 2007 stattfinden. Unter internationaler Beteiligung sollen dann die Erkenntnisse der fünf Fachgespräche bewertet werden. "Dabei werden wir auch die Ergebnisse aus anderen nationalen und internationalen Forschungsprogrammen zusammenführen und so eine Risikobewertung auf dem internationalen Stand der Wissenschaft vornehmen", kündigte König an. Die Ergebnisse der Abschlusstagung sollen schließlich im Internet veröffentlicht und in einem "nationalen Abschlussfachgespräch" der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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