Misshandlungen
Anklage gegen 18 Bundeswehr-Ausbilder zugelassen
Nach Ansicht der Hammer Richter bestehe aber ein "ausreichender Tatverdacht", um gegen alle Beschuldigten ein Hauptverfahren "in allen Anklagepunkten" zu eröffnen. Den Beschuldigten wird zur Last gelegt, im Sommer 2004 bei mehreren Übungen der Grundausbildung rund 160 Rekruten der Freiherr-vom-Stein-Kaserne entwürdigend behandelt und gequält zu haben. Mit den Rekruten sei zum Beispiel auf fragwürdige Weise eine Geiselbefreiung "geübt" worden.
In einem Fall wurden Rekruten mit verbundenen Augen und gefesselten Händen in eine Sandgrube gebracht und dort "verhört". In einem anderen Fall mussten Rekruten in einem Keller der Kaserne kniend über einen längeren Zeitraum verharren. Sie wurden mit kaltem Wasser bespritzt und mit Stromstößen gequält. (Az: 4 Ws 172-188/06)
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